Von Bienchen und Blümchen

Von Bienchen und Blümchen

Es ist schon Mitte Mai so schön warm bei uns geworden, dass ich bei den Bienen die Honigräume aufsetzten kann. Honigräume sind der Teil eines Bienenstockes, in dem die Bienen Honig sammeln werden. Es ist ein Teil der Arbeit eines Imkers, zu steuern, was die Bienen wann und wo machen. Das ist die Kunst 🙂

Meinen Bienen geht es super bei unseren Nachbarn. Eine riesige Fläche mit Löwenzahn steht zur Verfügung und wird fleissig besucht.

Meine Nachbarin nennt das die Bienen-Autobahn, denn die Bienen fliegen von ihren Häusern zielstrebig zur Futterquelle. Löwenzahn hat gleich zwei gute Dinge: Pollen, aus denen Brot gemacht wird und Nektar, aus dem Honig gemacht wird. Und beides ist pro Blüte in guten Mengen vorhanden.

Die Bienen-App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft verrät mir über Löwenzahn, dass er eine Staude ist:

Und gleichzeitig gibt es bei meinen Nachbarn auch sehr viele Fruchbäume, Fruchtbüsche, viele verschiedene Zierbüsche. In der Sommerzeit beginnt es immerwieder an einer neuen Ecke des Gartens zu Summen und zu Brummen. Dann weiss man immer, welche Pflanze gerade die Blüten geöffnet hat, so wie hier die Apfelbäume:

Eine Biene fackelt nicht lange und holt was zu holen ist. Dabei können sich Bienen auf Blüten spezialisieren. Effektivitet ist ein muss, wenn man eine Familie von 50.000 Individuen versorgen muss.

Bienen sind wie Ameisen und ziehen zwar alleine los, um Nahrung zu holen, aber sie tun es für die Gemeinschaft. Ich habe mal gehört, dass man ein Bienenvolk mit einem menschlichen Körper vergleichen kann, wobei die Bienen die Zellen sind. Informationen werden über Duftstoffe und Vibrationen übertragen statt über Nerven. Eine Bienen kann nicht ohne den Rest der Truppe, doch sie kann allein handeln. Ein Forscher hat das mal (für Ameisen) damit verglichen, dass man sich einen Arm abschneidet und den zum Kaffeholen schickt. Was Insekten so alles können.

Hummeln und wilde Bienen können das auch – jedoch nicht so effektiv. Hummeln sind jedoch Vielflieger. Die trauen sich auch bei Regen heraus. Wenn man rein physikalisch schon nicht fliegen kann, macht das bisschen nasser Flügel auch nichts mehr. Das macht Hummeln zu wichtigen Bestäubern in Fruchtplantagen. Recht zeitig im Frühjahr sind die Hummeln unterwegs und erobern den Luftraum. Dadurch gelingt auch die Bestäubung der frühen Blüten, die oft dem Frost zum Opfer fallen.

Bedenke, oh Mensch: Ein Apfel benötigt eine Bestäubung pro Kern den du findest. Ist dein Apfel krumm und schief, dann fehlen dir die Bienen im Garten.

Ich empfehle die Bienen-App, um mehr über bienennützliche und bienenunnützliche Pflanzen im Garten zu lernen. Denn auch wenn man viele hübsche Rosen im Garten hat, so ist der Gewinn für die fliegenden Insekten nicht so gross. Die Ameisen freuen sich. Die können auf Rosen wunderbar ihre Läuse-Herden halten.

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